Freitag, 28. Juni 2013

Mana Loa ~ Familienbande

 


Mana Loa ~ Familienbande
Genre: Romantik Fantasy
ein sinnlich-erotischer Liebesroman mit einem Hauch von Thriller und einer Prise Humor
Seiten: 448
Taschenbuch: bei Amazon  ab 5,50 €
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Klappentext:
Nina Lorenz ist durch eine Gewalttat geprägt. Mehr noch ist sie aber mit einer Gabe gesegnet: Durch die Berührung eines Fremden werden ihr in Visionen Aufgaben auferlegt, um dessen Leben zu ändern, zu schützen oder zu retten.
Tom McAllister jedoch verwirrt nicht nur ihren Geist, sondern auch ihr Herz.
Um das Rätsel um seine Familie zu lösen, muss sie ihm nach Hawaii folgen. An seiner Seite betritt sie eine Welt voller Liebe, Macht und Geld und schon bald erkennt sie, dass sie das Schicksal der gesamten Familie McAllister in die richtigen Bahnen zu lenken hat.
Wird es Nina gelingen das Schicksal von Tom und seiner Ohana zu berichtigen?
Welche Zukunft halten die Familiengötter der Noelanis für sie bereit?
Und was hat es mit dem Mana Loa auf sich, von dem Ben McAllister ihr erzählt hat?

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"Astrid Rose hat mit `Mana Loa´ ein wunderbares Werk geschaffen." Jennifer Jäger auf Bookrix.de
Leseprobe:
Das Gefühl der Unruhe traf mich wie immer völlig unvorbereitet: Meine Haut kribbelte und trotz der sengenden Hitze an diesem frühsommerlichen Freitag, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich wusste, irgendwo in der Nähe wartete sie auf mich: meine neue Aufgabe.
Forschend sah ich mich in der Menge der Passanten um. Viele nutzten, wie ich, den Nachmittag, um durch die Bremer Innenstadt zu schlendern und Ausschau nach etwas Neuem und Einmaligem zu halten. Dennoch unterschieden sich die anderen von mir: Keiner von ihnen sah sich nach einem magischen Rätsel um.
Es war wahrscheinlich nur der Wind, beruhigte ich mich selbst, ahnend, dass dem nicht so war. Diese innere Unruhe hatte ich schon zweimal zuvor erlebt und jedes Mal kam ein Auftrag zu mir: Ich konnte es nicht herbeiholen oder gar verhindern.
Erneut lief mir ein kalter Schauer über den Rücken, um sich im nächsten Moment in glühende Hitze zu verwandeln. Blitzschnell drehte ich mich um und durchforstete erneut die Menschenmasse: Wer auch immer meine Auftraggeberin war; Sie hatte mich entdeckt, allerdings sah ich sie nicht. Es waren einfach zu viele Leute unterwegs und dennoch spürte ich, wie ihre Blicke auf meiner Haut brannten.
Für einen Augenblick wurde ich an die Seite gedrängt. Ihr Blickkontakt brach ab und das Gefühl beobachtet zu werden verlor sich. Ich besann mich darauf, weshalb ich hergekommen war: Mein jüngerer Bruder wollte in sechs Wochen heiraten und ich war eigens nach Bremen gefahren, um für diesen Anlass ein Abendkleid und ein paar Pumps zu kaufen.
Beim nächsten Geschäft sah ich mir die Schuhe im Schaufenster an. Abermals beschlich mich das Gefühl beobachtet zu werden. Durch die Spiegelung der Schaufenster versuchte ich ihren Blick einzufangen, doch wiederum sah ich niemanden.
Beruhige dich, da ist keiner. Reiß dich zusammen. Ich versuchte Haltung zu bewahren. Eine neue Aufgabe ist das Letzte, was du jetzt gebrauchen kannst. Schnell schob ich die Gedanken beiseite und sah mir die Angebote an.
Letztendlich entschied ich mich dafür, ein Paar nachtblaue Pumps mit schwarzen Verzierungen anzuprobieren. Die Schuhe sahen sehr gut an meinen Füßen aus. Und der Absatz ist auch nicht zu hoch. Darin kann ich bestimmt einen Abend lang laufen, ohne mir Blasen zu holen, dachte ich und sah nach dem Preis. Oh, runter gesetzt, aber für meinen Geschmack immer noch zu teuer. Seufzend stellte ich das Paar zurück.
Enttäuscht ging ich weiter. Der nächste Laden war ein größeres Bekleidungsgeschäft. Es war mir allzu bekannt: In grauer Vorzeit, noch bevor mein Leben auf qualvolle Weise in andere Bahnen gelenkt wurde, war ich regelmäßig hier, um die neuen Kreationen anzusehen.
Ehe die Erinnerungen an diese Zeit Besitz von mir ergreifen konnten, blendete ich sie aus, betrat den Laden und ging zielstrebig in die Abteilung für Abendmode. Dort entdeckte ich bald ein dunkelrotes langes Abendkleid aus Acetat. Es wurde mit zwei dünnen Trägern im Nacken festgebunden. Der obere Saum war ein bisschen gerüscht, sodass die Sicht aufs Dekolleté versperrt war. Das Kleid war oben schmal geschnitten und ging dann ab der Hüfte in einen weiten Rock über.
Genau was ich suche: elegant, aber nicht sexy! Ich nahm es und schaute mich nach einer freien Umkleidekabine um. Meine Achtsamkeit wurde jedoch von einem Cocktailkleid abgelenkt. Es war in demselben Nachtblau, wie zuvor die Schuhe.
Der Schnitt des Kleides glich einer Einladung zu mehr: Es hatte breite durchsichtige Träger aus Spitze, ging dann in einen tiefen V-Ausschnitt hinunter und endete mit einem kurzen mehrschichtigen, ebenfalls durchsichtigen Spitzenrock. Das Einzige, was Blicke auf die reine Haut verhinderte, waren zwei kleine eingenähte Seidenstücke in Höhe der Brust und eins unterhalb der Hüfte. Dieses Gewand verkörperte alles, was ich nicht wollte und dennoch war ich wie verzaubert und nahm es an mich.
Mit den beiden Kleidern im Arm machte ich mich erneut auf die Suche nach einer Umkleidekabine.
Mist alle besetzt! Ich drehte mich um und entdeckte am anderen Ende des Raumes noch eine freie Kabine in der Herrenabteilung. Na toll! Wenigstens brauche ich da nicht noch stundenlang zu warten. Schnellen Schrittes ging ich hinüber.
Zuerst zog ich das rote Abendkleid an und ging vor die Kabine zum Spiegel. Es saß perfekt und war auch nicht überteuert.
Das ist meins, freute ich mich innerlich. Der Triumph währte jedoch nicht lange: Er wurde erneut von der inneren Unruhe abgelöst. Ich versuchte die Unsicherheit aus meinen Gedanken zu streichen und eilte in die Kabine zurück.
Panisch griff ich in meine Tasche, nahm eine Wasserflasche heraus und entleerte sie bis zur Hälfte in einem Zug, wodurch die Unruhe verflog.
Nachdem ich das Rote ausgezogen hatte, nahm ich zögernd das Nachtblaue und schaute es lange an. Leise murmelte ich zu mir selbst: »Ach, was soll’s? Ich will’s ja nur anprobieren.«
Ich wollte mir diesen kleinen Augenblick gönnen. Was soll schon passieren? Ich war schließlich mitten in einem Geschäft voller Leute und dieses Kleid lockte mich förmlich an. Schnell schlüpfe ich hinein und ging abermals aus der Kabine heraus zum Spiegel.
Wahnsinn! Es ist wie für mich geschnitten. Es sah überwältigend an mir aus. Die Blicke der umherstehenden Männer brannten sich förmlich auf meiner Haut ein, doch ich spürte noch mehr: Ein Kribbeln erfasste meinen Körper, meine Nackenhaare stellten sich auf. Wie in Trance drehte ich mich um und fühlte nur noch einen elektrischen Schlag. Dann schossen die Bilder nur so in meinen Kopf:
Ich stand vor einer Hütte aus Lehm und davor saß eine - mir nur allzu bekannte - grauhaarige Polynesierin.
»ALOHA, E Komo Mai!«, begrüßte sie mich freundlich.
»ALOHA«, antwortete ich.
»Hele mai«, die Frau winkte mich mit einer Hand näher heran und mit der anderen nahm sie einen Stapel alter Karten und reichte ihn mir.
Neugierig betrachtete ich die schönen handgemalten Bilder: Sie sprachen von Liebe, Leid, Glück, Tod und Hoffnung. Ich mischte die Karten und gab sie ihr zurück.
Die Grauhaarige drehte die erste Karte um. »Ohana.«
Dann hob sie die zweite Karte ab. »Ho'oponopono.«
Die Dritte folgte. »Kapu.«
Die Vierte. »Makuahine.«
Die Fünfte. »Huna.«
Die Sechste. »`eha koni.«
Die Siebte. »Kâpili.«
Die Achte. »Nohona hau `oli.«
Ein Kreischen über uns ließ mich zusammenfahren. Sie schaute in den Himmel und mein Blick folgte ihr. Wir sahen eine Eule und die alte Frau murmelte beschwörend: »‘aumakua ho`omaluhia.«
Die Bilder verschwanden und ich wachte aus meinem merkwürdigen Traum auf. Für einen Moment ließ ich die Augen noch geschlossen und versuchte mich an die Vision zu erinnern. Familie, etwas richtig stellen, Verbot, Mutter, Geheimnisse, schmerzende Herzen, jemanden zusammenbringen, glückliches Leben und den Familiengöttern Frieden bringen. Ich wusste nicht, woher ich die Bedeutung der Wörter kannte, aber ich kannte sie.
Durch meine Gedanken hindurch hörte ich eine überaus betörende Stimme: »Bleib ganz ruhig liegen, du hattest einen Schwächeanfall. Der Rettungsdienst müsste bald kommen.«
»Bitte keinen Arzt«, murmelte ich und rieb mir dabei über meine Augen. »Mir geht es gut.«
»Diesen Eindruck habe ich aber nicht!«, erwiderte die sanfte Stimme eines Mannes.
Mein Verstand sank abermals ab. Dieser Traum hatte mich sehr viel Kraft gekostet und mein Geist brauchte noch einen Moment, um sich zu erholen.
Als ich das nächste Mal klar denken konnte, drang diese wundervolle Stimme erneut an mein Ohr: »... habe sie bereits eine Zeit lang hier gesehen und mir ist aufgefallen, dass sie, trotz der Hitze, gar nichts getrunken hat.«
»Nicht nur bei solch hohen Temperaturen ist die Einnahme von Flüssigkeit sehr wichtig. Ich werde ihr zunächst eine Ringerlösung und ein Schmerzmittel verabreichen. Sie wird mit Sicherheit starke Kopfschmerzen haben. Und dann nehmen wir sie zur weiteren Beobachtung mit in die Klinik.«
»Nein«, japste ich. »Kein Krankenhaus. Mir geht es gut!«
»Das sehe ich aber nicht so«, antwortete mir der Notarzt und schob mir eine Nadel in den Arm.
Langsam wurde mein Körper mit kühler Flüssigkeit durchtränkt und für einen Moment war ich versucht die Injektion herauszuziehen, doch ich besann mich eines besseren, denn ich wusste, dass ich dann auf jeden Fall eingewiesen werde. Nach einer Weile hatten sich mein Geist und mein Körper erholt und ich konnte mich aufsetzen. »Bitte. Ich möchte nicht in eine Klinik. Ich verspreche auch heute noch mindestens vier Flaschen Wasser zu trinken und zum Arzt zu gehen, wenn es mir in drei Stunden nicht besser geht.«
»Mmh«, murmelte der Arzt. »Ich kann Sie nicht zwingen mitzukommen, aber genauso wenig kann ich Sie in Ihrem Zustand noch Auto fahren lassen ...«
»Keine Sorge. Ich kümmere mich schon darum, dass sie nach Hause kommt«, antwortete mein geheimnisvoller Freund, der im Halbschatten des Arztes stand.
Der Doktor sprach wieder: »Okay, Ihr Blutdruck scheint ja so weit in Ordnung zu sein ...« Er zog die Nadel aus dem Arm und klebte ein Pflaster fest. »Aber denken Sie zukünftig daran, mindestens anderthalb Liter, nichtalkoholische Flüssigkeit, am Tag zu sich zu nehmen, dann passiert Ihnen so was hier nicht noch einmal. Und wenn Ihnen in zwei Stunden immer noch schwindelig sein sollte, suchen Sie bitte umgehend erneut einen Arzt auf.«
Ich bedankte mich herzlich und versprach Besserung, wohl wissend, dass dieser Zusammenbruch nicht durch einen Flüssigkeitsmangel hervorgerufen worden war.
Der Mediziner stand auf, drehte sich um und sprach den Mann hinter ihm an: »Ich gebe sie jetzt in Ihre Hände. Denken Sie dran, dass Frau Lorenz in den nächsten vierundzwanzig Stunden kein Auto fahren sollte.«
Ich hörte, wie der Unbekannte antwortete: »Vielen Dank für Ihre Mühen. Ich werde Nina gleich nach Hause bringen und dafür sorgen, dass sie auch noch etwas trinkt.«
Der Arzt nickte und verabschiedete sich. Als er mir nicht mehr die Sicht auf den Fremden versperrte, sah ich in wunderschöne grüne Augen. Sie gehörten zu einem makellosen Gesicht: Die Wangenknochen schlossen eine gerade geschnittene Nase zwischen sich ein und die Lippen brachten das warmherzigste Lächeln hervor, welches ich je gesehen hatte. Das braune Haar fiel ihm locker ins Gesicht, ohne jedoch die Augenbrauen zu berühren.
Plötzlich verband ich mit diesem Gesicht eine Erinnerung an einen jungen Mann mit Sonnenbrille, der vorhin in einem Café saß und hin und wieder in meine Richtung blickte. »Du warst es. Du bist derjenige, der mich die ganze Zeit beobachtet hat, stimmt´s?«, stieß ich hervor. Aber er ist ... ein Mann! Meine Gedanken kreisten: Bisher wurde mir eine neue Aufgabe immer von einer Frau auferlegt ...
Der Unbekannte unterbrach meine Überlegungen: »Yes«, erwiderte er und setzte sich neben mich auf den kalten Boden, »ich gebe zu, dass ich dich beobachtet habe. Ich fand es einfach süß, wie du dich immer wieder so nervös umgeschaut hast.« Er lächelte mich bewundernd an. »Dann habe ich dich aber für einen Moment aus den Augen verloren und erst wiedergesehen, als du hier mit dem dunkelroten Abendkleid vor dem Spiegel gestanden hast.« An seinem Mundwinkel bildete sich ein kleines Grübchen. »Als du dann in diesem Kleid aus der Kabine gekommen bist«, er schloss kurz die Augen, »Really Hot! Das war ein toller Anblick. Vor allem deine linke Pobacke sah hinreißend aus«, er grinste leicht amüsiert.
»Wie bitte?«, fragte ich empört.
»Na ja der Unterrock saß an der linken Seite nicht richtig.« Er schaute verlegen zu Boden und sah dabei wie ein kleiner Junge aus, den man in der Mädchendusche ertappt hat. »Ich wollte dir ja zur Hilfe kommen und die Dinge ins rechte Licht rücken, stattdessen habe ich dir einen elektrischen Schlag versetzt und du bist umgefallen.«
Hier gibt es noch mehr von der Leseprobe – insges. 12 Kapitel.













































































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